Life update #5

GEDACHT...
an die letzte Woche, die ich auf Mallorca verbrachte. Sechs Tage ohne Uhrzeit und Handy, ziemlich viel Hitze, mit dem Mietwagen quer über die Insel, die Berge hoch und wieder herunter, um zu einsamen Stränden zu gelangen, Melone zum Frühstück und Meloneneis abends am Hafen im Sonnenuntergang. Ein bisschen Freiheit. Gerade fühlt es sich schon fast normal an, ins Flugzeug zu steigen und woanders hinzufliegen. Sich von der einen Reise, in die Nächste zu stürzen und schon die Übernächste zu planen. Ich wünschte mir, dass es ewig so weitergehen könnte. Aber ich bin weder reich, noch habe ich immer die Zeit dafür. Dieser Sommer ist so schön und ich will nicht, dass er jemals endet. Aber ich bin fast angekommen. Am Ende. Und keine Frage, ich freue mich auf meinen neuen Lebensabschnitt. In den nächsten Monaten stehen so viele Veränderungen an, viel Arbeit und wenig Geld, dafür aber viele neue Menschen und ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen hoffe ich, dass diese Zeit eine genauso schöne wird, wie ich sie jetzt gerade habe. Trotzdem bin ich traurig. Traurig, dass mir in den nächsten drei Jahre wohl kaum eine Möglichkeit bleibt, viel zu reisen, wo ich mich doch gerade fast daran gewöhnt habe, jede Woche woanders zu sein. Allerdings denke ich immer öfter darüber nach, ob ich nach diesen drei Jahren meinen Plan, der schon so lange auf dem Zettel steht, aber immer wieder gescheitert ist, umzusetzen und einfach für ein paar Monate ins Ausland zu gehen. Allein oder zu zweit.

Life Update #5

Zuhause

Ich schlage meine Augen auf. Ich bin noch vorm Weckerklingeln wach. Wie eigentlich jeden morgen. Ich hasse es, vom Wecker geweckt zu werden und trotzdem stelle ich mir morgens drei Stück, zu verschiedenen Uhrzeiten, in der Angst doch zu verschlafen. Dabei weiß ich genau, dass mir dies so gut wie nie passieren wird. Es ist Frühsommer, irgendein Tag anfang Juni, ich weiß nicht genau welcher. Die Betthälfte neben mir ist leer. Die Decke zerwühlt und ich muss unwillkürlich grinsen. Durch die dunklen Vorhänge dringt das Sonnenlicht und ich kann die Vögel zwitschern hören. Langsam rolle ich mich aus dem Bett und ziehe vorsichtig die Vorhänge auf. Ich hasse geschlossene Vorhänge. Ich habe es am liebsten, wenn ich die Augen aufschlage und gleich aus dem Fenster schauen kann. Wenn ich die Nächte alleine verbringe ziehe ich sie nie zu. Ein weiterer Blick auf die Uhr lässt mich wissen, dass ich noch genug Zeit habe, trotzdem kenne ich mich so gut, dass ich so herumtrödeln werde, dass ich am Ende wie immer zu spät das Haus verlasse. Ich schalte mein Radio von 1993 im Badezimmer ein und stelle fest, dass es mir wirklich gut geht. Dass ich mich zu Hause fühle. Dass ich glücklich bin, obwohl heute Dienstag ist und die Woche noch lang sein kann.
Unbenannt

Wie ich meine Essstörung besiegte

Warum sprechen alle im Internet von #bodypositivity, wenn man zum Beispiel in manchen Läden, ausschließlich die die Einheitsgröße Small finden kann. Wie oft lese ich, dass Menschen, die normal sind, die Kurven, einen schönen Körper haben, die vielleicht die Hosengröße 40 tragen, einfach als dick abgestempelt werden? Wieso werden Models mit einer Kleidergröße über 38 weniger gebucht? Wieso werden diese Menschen nicht so gerne angesehen? Wieso sind diese Menschen gefühlt weniger wert? Dann frage ich mich doch, in was für einer Welt leben wir hier?
Alina ,von dem Blog Selfboost und ich haben uns in der letzten Zeit ein paar Gedanken über Themen gemacht, die man lieber totschweigt, als über sie zu schreiben. Zusammen wollen wir mit unseren Beiträgen ein bisschen hinter die scheinbar perfekte Fassade der Menschen blicken lassen, um zu zeigen, dass eben nicht immer alles perfekt ist und eventuell auch, um dem einen oder anderen zu helfen.

Neuerpost05

Energielos

Montagmorgen 08:30 Uhr, ich drehe mich lieber noch einmal um, anstatt aufzustehen, obwohl ich eigentlich ein früher Vogel vom feinsten bin. Ich lasse den Sport ausfallen und laufe irgendwie auch nur auf 70%.
Es ist 23:55 Uhr. Eigentlich müsste ich schlafen, um morgen wieder früh aufstehen zu können. Eigentlich. Eigentlich will ich morgen gleich um 8 Uhr beim Sport sein. Eigentlich. Aber es macht auch nichts, wenn ich erst um zehn Uhr oder später da bin, oder? Mein letzter Arbeitstag liegt hinter mir. Ich bin frei. Ich habe 4 Jahre auf diesen Tag hingefiebert, aber war ich am Ende so glücklich, wie ich dachte? Nein. Ich war sogar etwas traurig. Und jetzt, wo ich weiß, dass alles zu Ende ist, wo mir klar wird, was ich mir dieses Jahr bis schon alles ermöglicht und aufgebaut habe, bin ich kaputt. Energielos. Fühle mich, als hätte ich drei Marathon hintereinander gelaufen.
07.05.1703

Warum ich meinen Blog nicht geheimhalten möchte

Zögerlich schreibe ich auf Instagram unter meinem Bild den Text. Einen Text, indem es darum geht, dass ich den ersten Beitrag meines Blogs veröffentlicht habe. Ich zögere erneut bevor ich letztendlich auf Veröffentlichen drücke. Jetzt oder nie denke ich und mache es schließlich. Ein komisches Gefühl macht sich in mir breit. Jetzt wissen es bald alle. Jetzt wird bald wieder geredet und geurteilt, genau wie vor sechs Jahren, als ich diesen Blog ins Leben gerufen habe.

Musik Post 02